Mediation - nicht Meditation!

Wer wir sind

Wir sind ein Streitschlichtungsteam, derzeitig bestehend aus 14 SchülerInnen des 10. und 11. Jahrgangs. Begleitet und geleitet werden wir von drei Lehrerinnen unserer Schule. Wir treffen uns einmal im Monat, um uns über die letzten Streitschlichtungen auszutauschen, unser Konzept weiter auszuarbeiten oder um uns einfach mal nett zu unterhalten. Einige sind jetzt schon seit rund drei Jahren dabei, eine lange Zeit, in der sich viel getan hat.

Unsere Ausbildung

Die Ausbildung bestand aus mehreren regelmäßigen Treffen sowie einem Wochenende, das wir gemeinsam verbrachten.

Wir lernten nicht nur, was wichtig für eine erfolgreiche Mediation ist, sondern auch viel über die Entstehung von Konflikten und jeder konnte einiges an sich selbst entdecken.

Nebenbei hatten wir natürlich auch viel Spaß zusammen und haben die drei Tage (Fr.-So.) genossen.

Diese Ausbildung findet jährlich statt und wir freuen uns immer über neue Mitglieder!

Was wir machen

Wir versuchen, den SchülerInnen eine Möglichkeit zu geben, ihre Konflikte selbstständig mit unserer Hilfe zu lösen. Dabei ist es wichtig, dass diese freiwillig zu uns kommen.

Es steht dazu ein Mediationsraum zur Verfügung, in dem in jeder 2. großen Pause ein Streitschlichterteam bereit ist, den SchülerInnen, meist aus der Unterstufe, zu helfen.

Inzwischen wird dieses Angebot regelmäßig wahrgenommen, anfangs war die Bereitschaft, auf uns zuzukommen, nicht so hoch. Daher bestand und besteht ein großer Teil unserer Arbeit aus Öffentlichkeitsarbeit. Neben Plakataktionen stellen wir die Mediation in den neuen fünften Klassen und den vierten Klassen der Grundschule Klosterbergen vor.

Darüber hinaus ist unser Raum auch am Tag der offenen Tür für alle offen, die sich über das Angebot informieren möchten.

Mediation – So funktioniert’s

Jede Mediation setzt das Vertrauen aller Beteiligten ineinander voraus.

Eine Mediation besteht aus vier Phasen:

  • Festlegung von (Gesprächs-)Regeln,
  • Darstellung des Konflikts durch die Konfliktparteien; danach Motive und Gefühle herausfinden.
  • Kontaktaufnahme zunächst über die MediatorInnen, anschließend eigenständige Suche nach Lösungen (Mediatorenteam spielt hierbei nur eine unterstützende Rolle),
  • bei einem späteren Nachtreffen wird geklärt, ob die beiden Konfliktparteien mit der Umsetzung der vertraglich festgehaltenen Lösungsvorsätze zufrieden sind.

Ziel einer Mediation ist nicht, eine Lösung für die Streitenden zu finden, sondern ihnen dabei zu helfen, selbst zu einer nachhaltigen Lösung zu kommen. Schließlich sollen sie Freude am täglichen Miteinander haben und im Idealfall lernen, einen Konflikt zukünftig auch ohne Hilfe konstruktiv zu klären.

Erfolge

Die Zahl der Mediationen ist im letzten Schuljahr erheblich gestiegen.  Nicht zuletzt durch die Werbung unsererseits ist die Mediation präsent, das Vorstellen bei den Sextanern bewirkt, dass die Hemmschwelle  überwunden wird, mit „Fremden“ über persönliche Probleme zu sprechen. Durch erfolgreiche Mediationen entsteht außerdem bei vielen der Glaube an den Sinn einer Mediation. Nicht zuletzt haben wir mehr Erfolge, weil viele LehrerInnen der Unterstufe jetzt auf uns aufmerksam geworden sind und es ihren SchülerInnen nahe legen, zu uns zu kommen.

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