Kindernothilfe - Patenschaften für Projekte

Das Grauen vor dem Leid
Kaum schlägt man morgens beim Frühstück die Zeitung auf, wird man von ihnen erschlagen, von den Schreckensmeldungen aus unserer Welt. „Zahlreiche Tote bei Unruhen in Äthiopien“, „Kinderhandel in Jemen“, „Hungersnot in Somalia“... Schon schlimm das Ganze, wenn ich mal später ein bisschen Geld über haben sollte, spende ich es an Ärzte ohne Grenzen, versprochen.

Im Erdkundeunterricht geht es weiter:

Für die schönen Konsumgüter, nach denen wir alle hier zwangsläufig streben, werden Menschen in den Entwicklungsländern ausgebeutet, sie arbeiten für einen Hungerlohn den ganzen Tag unter schlimmen Bedingungen, wir kaufen, bezahlen, verantworten...


Jaja, wissen wir ja alles längst, ändern kann man ja eh nichts dran. Wir können nicht wieder zurück in die Vergangenheit schlüpfen und uns unsere Kleidung und Schuhe selber nähen. Das ist halt der Lauf der Dinge, Globalisierung oder so ähnlich. Abends sind wir dann geschafft, schalten entnervt den Fernseher an, endlich mal Ruhe und dann – CNN zeigt verhungernde Kinder, auf N24 läuft eine Reportage über das Elend in Lateinamerika. Es verfolgt uns: Leid, Armut, Not, wo man auch hinblickt. Nur halten wir es nicht aus, immer in die grausame Realität zu blicken, deshalb schauen wir weg.

Wir würden ja nur allzu gern etwas tun, aber so richtig helfen kann man da doch sowieso nicht, oder?

Doch! Willst du wirklich die Welt ein kleines Stück verbessern, so haben wir genau das Richtige für dich: das Patenschaftsprojekt unserer Schule...

Die Situation
Mehr als eine Milliarde Kinder leben in Armut. Ihnen fehlen grundlegende Dinge wie sauberes Trinkwasser oder ausreichende Nahrung, medizinische Versorgung, Schulunterricht oder ein Dach über dem Kopf. Jedes zweite Kind in den Entwicklungsländern hat eine Kindheit, die diesen Namen nicht verdient.

180 Millionen Kinder müssen in Kinderhandel, Sklaverei oder Prostitution arbeiten.

Nach Schätzungen soll es weltweit rund 80 Millionen Straßenkinder geben. Die meisten leben in den Großstädten Lateinamerikas, die Jüngsten sind erst fünf Jahre alt.

WIR können zusammen etwas unternehmen und Zukunft durch Patenschaften spenden!

Die Kindernothilfe setzt sich für Armutsbekämpfung und gegen Kinderarbeit und die Diskriminierung von Mädchen und Frauen in den Entwicklungsländern ein. Sie gibt in verschiedenen Projekten bedürftigen Kindern bessere

Bildungschancen und versucht so, langfristig die Zukunft dieser Kinder zu verbessern.

Die Kindernothilfe unterstützt heute rund 205.000 Kinder in 27 Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa, beispielsweise durch Projekte für Straßenkinder in Bolivien oder für Aidswaisen in Ruanda.

Unsere Idee
Wir wollen den Schülern unserer Schule (also Euch!) die Möglichkeit geben, soziales Engagement zu zeigen und zusammen mit der Kindernothilfe Zukunft zu spenden. Unsere Idee ist deshalb, mit den Jahrgängen 6-11 der Sachsenwaldschule jeweils eine Patenschaft für ein bestimmtes Projekt der Kindernothilfe zu übernehmen. Alle Schüler, die dabei helfen wollen, können sich in eine Unterschriftenliste eintragen und verpflichten sich damit ein Jahr lang 1 Euro pro Monat an die Kindernothilfe zu spenden. Das Geld wird halbjährlich von den Klassenvertretern eingesammelt und von uns an die Kindernothilfe überwiesen.

Damit diese Patenschaften auch langfristig helfen können und nicht, wenn ein Jahrgang Abitur macht, abbrechen, sollen die Patenschaften in den jeweiligen Jahrgängen bleiben und dann von dem nachfolgenden Jahrgang übernommen werden. Wenn beispielsweise der 8. Jahrgang eine Patenschaft für Straßenkinder in Bolivien übernimmt, gibt er diese beim Schuljahreswechsel an den nachfolgenden Jahrgang ab und übernimmt im Gegenzug die Patenschaft des 9. Jahrgangs.

Das würde bedeuten, dass jeder Jahrgang in seiner Schullaufbahn mehrere Projekte und somit auch mehrere Entwicklungsländer näher kennen lernen kann, diese könnten ggf. auch in den Unterricht eingebunden werden.

Für die Informationsweitergabe sowie für die Weiterleitung des Geldes an die Kindernothilfe haben wir einen speziellen SV-Ausschuss gegründet.

In diesen Gruppen möchten wir durch die Klassen gehen und dort kurze Vorträge zu unserem Projekt halten, um so möglichst viele Schüler für eine Projektpatenschaft zu begeistern.

Außerdem hängen in der Schule u.a. im Foyer Plakate, die Euch über die Kindernothilfe und einzelne Projekte in den Entwicklungsländern informieren.

Wir brauchen Eure Hilfe! Wenn ihr Euch mit nur einem Euro im Monat an dem Projekt beteiligt, können wir alle zusammen viel erreichen und mit Patenschaften Leben retten und Hoffnungspenden! Ihr werdet selbstverständlich von der Kindernothilfe und uns regelmäßig über Euer Projekt informiert, wir berichten Euch genau, wo Euer Geld ankommt und wie es den Kindern hilft!

Wenn Ihr Euch nicht sicher seid, am Projekt teilzunehmen, solltet Ihr Euch überlegen, dass es für Euch nur ein Euro ist, für die Kinder aber ist es viel mehr:

die Chance auf ein besseres Leben!

Rebekka Schnoor und Jonte Johnson, 11. Jahrgang