Lötworkshop im WorkINGLab der TU Hamburg
Bau von digitalen Messwerterfassungssystemen
Digitale Messwerterfassungssysteme sind in der Industrie und der Wissenschaft seit geraumer Zeit ein grundlegender Standard. So ist es natürlich wichtig, diesen Systemen auch im Schulunterricht neben den analogen Messinstrumenten ausreichend Platz zu geben. Leider sind digitale Systeme bisher noch recht teuer, sodass die SWS zwar einige Systeme für Demonstrationsexperimente besitzt, solche Systeme aber bisher nicht in ausreichender Anzahl für Schülerexperimente zur Verfügung stehen.
Das möchten die Schülerinnen und Schüler der „AG digitale Messwerterfassungssysteme“ in diesem Schulhalbjahr ändern.
Im Jahr 2024 veröffentliche die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) das Projekt „Laborino“. Dabei handelt es sich um ein „digitales Messwerterfassungssystem für die Hosentasche“. Beruhend auf dem Arduino-Nano – einem Minicomputer – besitzt das selbst zu bauende System eine Vielzahl an Sensoren, die mit der App „Phyphox“ ausgelesen und verarbeitet werden können.
Um das System zu bauen, müssen die Gehäusebestandteile im 3D-Druck hergestellt werden. Der Minicomputer wird mit den anderen benötigten Komponenten wie Ladeplatine, Anschlussleisten und Akku-Pack verbunden. Dabei muss auch gelötet werden. Nach dem Zusammenbau muss der Minicomputer programmiert und die Sensoren kalibriert werden. Der Förderverein der SWS hat dabei die Finanzierung der Bauteile und Werkzeuge übernommen und einen 3D-Drucker bereitgestellt. Bevor es mit dem Bau so richtig losgehen kann, mussten sich die Mitglieder der AG aber erst einmal das notwendige Knowhow aneignen. Dabei zahlte sich die langjährige Kooperation mit der TU Hamburg wieder einmal für die SWS aus. „Unser“ Professor Ralf God – seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner der SWS – war begeistert von der Idee und vermittelte uns schnell den Kontakt zu Lennart Osterhus, dem Leiter des WorkINGLab der TU Hamburg.
Das WorkINGLab ist die offene Werkstatt für alle Studierenden der TU Hamburg. Die Werkstatt besteht aus 46 ausgestatteten Werkbankplätzen in den Bereichen Holzbearbeitung, Metallbearbeitung und Mechatronik.
Am 03.03.2026 führte uns der Weg nun ins WorkINGLab: Herr Osterhus hatte einen Lötworkshop für uns organisiert. Von 16:00 Uhr bis 20:00 Uhr konnten wir hier unter der englischsprachigen Anleitung von Luka erste Erfahrungen mit dem Löten machen. Nachdem uns Herr Osterhus durch das WorkINGLab mit seinen verschiedenen Bereichen geführt hatte, ging es an die Lötstationen. Ziel war es, diverse Bauteile so auf einer Platine zu platzieren, dass am Ende ein Minisynthesizer und eine Blinkschaltung aus LEDs entstehen sollte.
Mit dabei war auch Prof. God, der seine Erfahrung einbrachte und mit helfender Hand unterstützte. Natürlich klappte nicht alles beim ersten Versuch, Fehlschläge gehören zum Weg. Einige Bauteile mussten nach dem Einlöten wieder „ausgelötet“, getauscht und neu verlötet werden. Einige Synthesizer erklangen am Ende, andere blieben stumm. Trotzdem war es für alle eine spannende und lehrreiche Erfahrung!
Auf jeden Fall fühlen wir uns bereit für den nächsten Schritt des Projektes: Die Lötarbeiten am Laborino.
Unser herzlicher Dank gilt dem Förderverein der SWS sowie Prof. God und Herrn Osterhus und seinem Team an der TU Hamburg.
Übrigens: Ein weiterer Workshop ist in Planung: „3D-Modellierung“ mit Freecad. Auch diesen wird das WorkINGLab für uns durchführen. Wir sind neugierig und freuen uns darauf!

